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Gemäss einer Studie der
Universität St. Gallen hätten in der Schweiz konservativ gerechnet rund 450'000
Arbeitnehmende - also knapp 11 Prozent der arbeitenden Bevölkerung - das
Potenzial, einen Tag pro Woche im Home Office zu arbeiten. In der Diskussion tauchen verschiedene Argumente für den zögerlichen Einsatz von Home Office auf. Allerdings erweisen sich die meisten davon - wie etwa die Gefahr von Bewegungsmangel, sozialer Isolation, geringerer Karrierenchancen und fehlendem informellen Austausch - als fadenscheinig und unbegründet. Wenn man klarstellt, dass es keineswegs um die Wiedereinführung der vorindustriellen Heimarbeit geht, sondern darum, Arbeitnehmenden eine alternative Arbeitsform zu bieten, wird schnell klar, dass es sich hierbei lediglich um ein Umdenken handelt. Für die verstärkte Umsetzung des Home Office als moderne Arbeitsform ist ein Wechsel in der Führungskultur nötig. An die Stelle von Präsenzkontrollen treten Zielvereinbarungen, die den Mitarbeitenden mehr Verantwortung übertragen. Genau dies erweist sich häufig als Knacknuss und ist einer der Gründe für den zögerlichen Einsatz von Home Office. Insbesondere mittelständische Unternehmen gilt es von den Vorteilen zu überzeugen. Der Denkplatz Schweiz ist international für eine hohe Produktivität und Innovationsfähigkeit bekannt. Gelingt es uns auch hier einen Schritt nach vorne zu machen, so haben wir die einmalige Chance, die Produktivität und damit unsere Wettbewerbsposition noch weiter zu verbessern und dabei gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zu einer gesteigerten Mitarbeiterzufriedenheit zu leisten. Ein verlockender Gedanke und mit ein Grund, warum es auch nächstes Jahr wieder einen nationalen Home Office Day geben wird. Falls Sie jetzt immer noch die Stirn runzeln und sich fragen, was Ihnen das bringt - vielleicht weil sie täglich Probleme beim Kunden vor Ort lösen - so kann ich Ihnen versichern, dass auch Sie profitieren werden. Zum Beispiel dadurch, dass die Strassen frei sind für Sie. Alle anderen machen ja Home Office.
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