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Netzwerke überziehen das Land
Wer geschäftliche Kontakte knüpfen will – gerade für Jungunternehmer ist das eine zentrale Herausforderung – hat die Qual der Wahl. Neben dem Institut für Jungunternehmen (IFJ), das wir in unserem letzten Schwerpunkt zu Jungunternehmen (vgl. KMU LIFE Dez. 2006) vorgestellt haben, gibt es eine Viel-zahl von virtuellen Plattformen und Networking-Treffen. Un-ser Autor gibt einen Überblick und stellt ein erstes Beispiel vor. In den nächsten Ausgaben beleuchten wir weitere Gruppen und Organisationen.
von Peter Leemann
Seit zwei bis drei Jahren schiessen Netzwerke wie Pilze aus dem Boden. Die Internetplattform Xing.com (vormals OpenBC) beispielsweise wächst in rasantem Tempo und ist bereits auf zwei Millionen Members angewachsen. Landauf landab vereinen Frühstücks-Clubs netzwerkfreudige Unternehmer. Sogar Speed-Networking-Nächte werden veranstaltet. Dem Speed-Dating ähnlich, wird im Fünf-Minuten-Takt geprüft, ob sich unter zwei Anbietern der eine dem andern genau die passende Dienstleistung oder das richtige Produkt bieten kann und es zu einer Geschäftsbeziehung kommen kann. Das gemeinsame Ziel aller Business-Netzwerke mündet mehr oder weniger direkt beim Umsatzplus und der Nutzung von Synergieeffekten. Welche Vor- und Nachteile bieten diese Netzwerke, welche Gruppierung passt zu meiner Unternehmung und zu meiner Person?
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Eine vitale Geschäftsphilosophie |
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Die Stellung der Graubündner Kantonalbank in Ihrem Kanton
Vor nicht allzu langer Zeit galten Kantonalbanken als leicht verstaubte Institutionen. Heute schneiden sie in Umfragen oft besser ab als manche Grossbank. In Graubünden gilt es eine zusätzliche Gratwanderung zu bewältigen. Einerseits ist der Kanton sehr ländlich geprägt, andererseits entstehen zunehmend sehr moderne, auf den Weltmarkt ausgerichtete Cluster. Eine Bank hat hier sehr unterschiedliche Zielgruppen zu bedienen.
Interview mit Alois Vinzens
Der Kanton Graubünden ist ein Flächenkanton mit noch sehr ländlicher Prägung. Welche Herausforderungen müssen Sie in Ihrer Geschäftspolitik bewältigen?
Hohe Berge und dünn besiedelte Landschaften prägen das Bild von Graubünden. Bestimmend für den Bergkanton sind aber auch seine dichter besiedelten touristischen Topdestinationen und industriell und technologisch gut entwickelten Wirtschaftszonen, wie etwa das Churer Rheintal und das Vorderprättigau. Für die Bank bedeutet diese Struktur Herausforderung und Chance zugleich. Wir legen sehr viel Wert auf Kundennähe und persönlichen Kontakt. Der weiträumige Kanton verlangt ein entsprechend grosses Geschäftsstellennetz, das nicht nur finanziert, sondern auch nachhaltig mit personellem Know-how ausgestattet werden muss. Die demografische Entwicklung und die generelle Tendenz der wirtschaftlichen Fokussierung auf die Zentren erschweren die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern, insbesondere in den Bergregionen. Im Weiteren geht es darum, die Strategie und die Risikopolitik der Bank auf die unterschiedlichen Wachstumspotenziale und demografischen Entwicklungen der einzelnen Regionen abzustimmen.
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Hinter einem Erfolg steht kompetente Unterstützung |
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Hilfe für neue Marktteilnehmer
Das Klima für Innovation, Unternehmergeist und Firmengründungen hat sich in der Schweiz verbessert. Wesentlich daran beteiligt sind Institutionen, die seit Jahren Jungunternehmer und Jungunternehmerinnen unterstützen. Das IFJ (Institut für Jungunternhmen) ist ein Beispiel. So wäre die Supertext GmbH ohne IFJ wohl nie gegründet worden. Der exemplarische Werdegang eines Start-up.
von Peter Stöckling
Einer der Zufälle, wie sie nur das Leben inszenieren kann: Rinaldo Dieziger gönnt sich nach acht Jahren als Texter/Konzepter in der Werbebranche eine dreimonatige Pause – aber nach seiner Rückkehr aus Mexiko im Frühling 2003 landet er hart. In seiner Branche bläst ein rauer Wind. Dieziger putzt die Klinken der renommierten Werbeagenturen und jobbt, wenn er nicht gerade wie ein Hausierer mit seiner Bewerbungsmappe unterwegs ist, tageweise als Zügelmann. Schliesslich landet er als Flyergirl im eStarter-Park an der X03 im Zürcher Messezentrum.
Das ist gleichzeitig auch sein erster Kontakt mit dem Institut für Jungunternehmen, denn der eStarter-Park ist eine der Aktivitäten des IFJ, wie die schweizweit einzigartige Netzwerk- und Förderplattform weit über die Gründerszene genannt wird. Jahr für Jahr bietet das IFJ einer ganzen Gruppe von Start-ups die Infrastruktur für einen gemeinsamen (und ausserordentlich günstigen) Auftritt – demnächst wieder an der orbit-ieX und an der emex 2007. Der eStarter-Park ist in vier Jahren zwölf Mal erfolgreich durchgeführt worden, also schon fast etabliert. Aber doch noch so jung, dass sich die IFJ-Aktivisten an die Anfänge erinnern. «Im Wein ist die Weisheit – im Bier das Business». Das war weniger eine neue Sprichwort- als eine Marketingweisheit: Für den Bierdeckel gab es im eStarter-Park nämlich nicht nur ein Gratisbier, sondern im Package gleichzeitig gratis Informationen und den Zugang zu den verschiedensten Dienstleistungen für Unternehmen und solche, die es werden wollten.
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An der Schnittstelle Zwischen Universität und dem eigenen Unternehmen
Jungunternehmen sind ein wichtiger Motor unserer Wirtschaft. Auch die Zahlen der Neugründungen sind beeindruckend. Allerdings stehen gerade junge AkademikerInnen, die sich selbstständig machen wollen, vor einigen Herausforderungen.
von Prof. Dr. Peter Abplanalp, Prof. Werner Fischer und Dr. Rolf Meyer
Gemäss unseren Studien schaffen sie jeden Tag rund 100 neue Jobs. Gut 170‘000 Personen arbeiten heute in Jungunternehmen, die weniger als fünf Jahre alt sind. Das sind immerhin rund vier Prozent aller Erwerbstätigen. Zwar sind die neuen Unternehmen recht klein, und nur ganz wenige von ihnen beschäftigen nach fünf Jahren bereits 50 oder mehr Mitarbeitende. Aber junge Firmen sind zahlreich und werden immer zahlreicher: rund 15‘000 Personen gründen jährlich ihr eigenes Unternehmen – Tendenz steigend.
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